Die Struktur am Zentralatom

Bei grösseren Molekülen wird die Form erhalten, indem man die Regeln der Reihe nach auf jedes einzelne nicht-periphere Atom anwendet. Beispielsweise werden für Ethanol der Reihe nach die Winkel an den golden gezeichneten Atomen, d.h. am 1. Kohlenstoffatom, am 2. Kohlenstoffatom und schliesslich am Sauerstoffatom bestimmt:

An die Kohlenstoffe sind je 4 Nachbaratome gebunden, d.h. Z = 4, was tetraedrische Winkel ergibt. Am Sauerstoff sind 2 Nachbaratome gebunden und 2 LP's vorhanden, d.h. Z auch gleich 4, womit sich ebenfalls ungefähr tetraedrische Winkel ergeben. Da nach Regel 2 die LP's etwas voluminöser sind, drücken sie die Atome leicht zusammen, d.h. der C-O-H Winkel ist etwas kleiner als der Tetraederwinkel. Damit ist die Form des Moleküls bestimmt bis auf die freie Drehbarkeit um die Einfachbindungen.







© 1998 Hanspeter Huber, Institut für Physikalische Chemie der Universität Basel