Nach seinem Tode übernahm
Werner Kuhn (1899-1963) den Lehrstuhl für Physikalische Chemie. Sein Interesse galt der optischen Aktivität (absolute Konfiguration), der Gestalt von Fadenmolekülen und dem Funktionieren der Muskelkontraktion. Auf ihn folgte 1968
Edgar Heilbronner (geb. 1921). Er trat 1989 zurück. Sein Nachfolger wurde 1991
John P. Maier.
Nach dem Tode von
Paul Ruggli im Jahre 1945 wurde der Lehrstuhl in zwei Ordinariate aufgeteilt. Mit dem einen wurde
Tadeus Reichstein (geb. 1897) betraut, der seit 1938 die Professur für Pharmazeutische Chemie versehen hatte. Das andere für Farbenchemie geschaffene Ordinariat übernahm
Robert Wizinger (1896-1973). Gleichzeitig wurde mit Hilfe der chemischen Industrie ein neues Institut für Farbstoff-Chemie an der St.Johanns-Vorstadt geschaffen.
Wizinger interessierte sich für Probleme von Farbe und Konstitution. Sein Nachfolger wurde 1966
Heinz Balli (geb. 1929). Auf die Initiative von
Reichstein geht die Errichtung des neuen Instituts für Organische Chemie am St. Johanns-Ring 19 zurück, das 1952 eingeweiht und 1968 erweitert wurde.
Nachfolger von
Fichter auf dem Lehrstuhl für Anorganische Chemie wurde 1947
Hans Erlenmeyer (1900-1967). Er bearbeitete Grenzgebiete der anorganischen und organischen Chemie sowie Metall-Komplexe mit organischen Liganden. Auf ihn folgte 1968
Silvio Fallab (1925-1993). Sein Interesse galt ebenfalls der Metallkomplex-Bildung sowie dem zentralen Problem von Struktur und Reaktivität.
In der Organischen Chemie wurden 1954
Cyril A. Grob (geb. 1917) und 1966
Christoph Tamm (geb. 1923) zu ordentlichen Professoren ernannt.
Grob trat 1987 zurück. Sein Nachfolger wurde 1989
Bernd Giese (geb. 1940).
Mit der Eröffnung des Biozentrums im Jahre 1971 erweiterte die Universität das Spektrum der chemischen Fächer (Biochemie, biophysikalische Chemie) und der Molekular- und Zellbiologie in signifikanter Weise. Departement Chemie und Biozentrum arbeiten nicht nur in der Lehre, sondern auch im Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte zusammen. Traditionsgemäss bestehen auch fruchtbare Kontakte zwischen Dozenten des Departements Chemie und der Basler Chemischen Industrie.