Wegleitung für das Bachelor- und Masterstudium in Chemie
an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
der Universität Basel

Die Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Basel erlässt, gestützt auf die Ordnung für das Studium der Chemie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel vom 12. Februar 2002, folgende Wegleitung.





1 Studienziele
1.1 Bachelorstudium

Nach den ersten 4 Semestern kennen und verstehen die Studierenden die Grundlagen der allgemeinen, anorganischen, organischen, physikalischen und analytischen Chemie. Sie verfügen zudem über solide Grundkenntnisse in angrenzenden, zum Verständnis der modernen Chemie notwendigen Gebieten wie Mathematik, Physik und Informatik.

Nach zwei weiteren Semestern haben die Studierenden vertiefte Kenntnisse, welche zum Verständnis komplexerer Vorgänge benötigt werden, aus den Bereichen Spektroskopie, Photochemie, Reaktionskinetik, Naturstoffchemie, asymmetrische und radikalische Synthese, Bioorganik, Bioanorganik, supramolekulare Chemie, anorganische und organische Analytik, Koordinationschemie, theoretische und Computer-Chemie.

Die Studierenden sind fähig, diese naturwissenschaftlichen Kenntnisse auf vorgegebene Probleme anzuwenden und sind mit den dazu benötigten Denkweisen vertraut. Sie sind imstande, mit Chemikalien und Geräten im chemischen Laboratorium verantwortungsvoll umzugehen sowie den Computer für chemische Problemstellungen einzusetzen.

Die Studierenden vertiefen durch Studien in einem fachfremden Wahlmodul ihre Kenntnisse in verwandten naturwissenschaftlichen Gebieten und wissen über die Querverbindungen dieser Fächer zur Chemie Bescheid.


1.2 Masterstudium

Im Masterstudium eignen sich die Studierenden spezialisierte Kenntnisse aus den oben genannten Bereichen an, die sie befähigen, im vorgegebenen Rahmen chemische Problemstellungen zu formulieren und entsprechende theoretische und experimentelle Lösungen vorzuschlagen und durchzuführen. Sie können dabei entsprechende Vertiefungsveranstaltungen frei wählen und sich spezielle experimentelle Fähigkeiten in Wahlpraktika aneignen.

Im Rahmen einer Masterarbeit erarbeiten sich die Studierenden einen vertieften Einblick in ein abgegrenztes Forschungsgebiet. Dieses Wissen befähigt sie, unter Anleitung selbst ein kleines Forschungsprojekt zu bearbeiten und die erzielten Resultate zu interpretieren. Sie sind fähig, eigene wissenschaftliche Arbeiten korrekt zu protokollieren und experimentelle Resultate sowie theoretische Schlussfolgerungen und Hypothesen nachvollziehbar wiederzugeben. Die Studierenden können sowohl wissenschaftliche (auch englischsprachige) Texte lesen als auch deren Forschungsergebnisse und Hypothesen kritisch hinterfragen.


1.3 Doktorat

Die Studierenden führen in Rahmen einer Doktorarbeit eine selbständige Forschungstätigkeit aus. Diese ermöglicht ihnen, die oben genannten Fähigkeiten weiter zu vertiefen sowie originelle und innovative Ideen und Hypothesen selbständig zu formulieren und experimentell zu prüfen. Sie sind in der Lage, eigene Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Chemie im Rahmen von Vorträgen und Posterpräsentationen vorzustellen, Resultate auf ihre Kernaussagen zu reduzieren und daraus Thesen oder theoretische Modelle abzuleiten. Sie können mit Fachkollegen und in transdisziplinären Teams zusammenarbeiten und ihre eigene wissenschaftliche Tätigkeit verantwortungsbewusst hinterfragen.


2 Spätere Tätigkeitsbereiche

Die Berufsausbildung auf Bachelorstufe qualifiziert für mehr praktische Tätigkeitsfelder der Chemie wie Weiterentwicklung von Methoden und Produkten sowie die Durchführung eines interdisziplinären Zusatzstudiums. Das Departement Chemie bemüht sich in Zusammenarbeit mit andern Fachgebieten Masterabschlüsse anzubieten, die auf dem Chemiebachelor aufbauen. Der Masterabschluss, normalerweise in Verbindung mit einem Doktorat, wird in der Regel für eine wissenschaftliche Karriere und Leitung einer Forschungsgruppe vorausgesetzt in Industrie oder an Universitäten (Lehre und Forschung).

Sowohl der Bachelor- als auch der Masterabschluss erlauben das Arbeiten in den Bereichen Grundlagenforschung und angewandte Forschung oder in der Beratertätigkeit. Arbeitsmöglichkeiten eröffnen sich in Chemie- und Pharmaunternehmen (chemische Synthese, organische und anorganische Analyse, Produktion, Qualitätskontrolle, Dokumentation), im öffentlichen Bereich (Schuldienst, Qualitätskontrolle, Umweltanalyse, medizinische Analytik, Öffentlichkeitsarbeit), in Unternehmen mit naturwissenschaftlichen Teilaspekten (Lebensmittelchemie, Dokumentation/Journalismus) oder an Universitäten. Durch die spezifische Schulung in analytischem Denken und dem Umgang mit Computern sind Absolventen und Absolventinnen eines Chemiestudiums auch in chemiefremden Branchen (Banken, Informatik) vertreten.


3 Studienaufbau

Das Studium ist als Vollzeitstudium konzipiert. Es gliedert sich in ein dreijähriges Bachelorstudium, das im Wintersemester beginnt, gefolgt von einem Masterstudium von 90 KP. Der grundlegende Aufbau des Studiums ist wie folgt:

Grundstudium Bachelor
(1. Jahr)
Mathematik/Physik/Einführung in die Chemie/Praktikum allgemeine Chemie
Aufbaustudium Bachelor
(2. und 3. Jahr)
Grundlagen in den Fachrichtungen Analytische, Anorganische, Organische und Physikalische Chemie und entsprechende Praktika
Informatik und Wahlmodul
Masterstudium Vertiefungsveranstaltungen/ Wahlpraktika/ Masterarbeit


Das Bachelorstudium ist auf eine Studiendauer von 6 Semestern ausgelegt. Im ersten Jahr wird das Basiswissen in Mathematik, Physik und Chemie vermittelt und mit einem Praktikum in allgemeiner Chemie ergänzt. Im zweiten Jahr werden grundlegende theoretische und methodische Kenntnisse in anorganischer, organischer, physikalischer und analytischer Chemie vermittelt und durch je ein Praktikum in organischer und anorganischer Chemie ergänzt. Im dritten Jahr werden vertiefende Kenntnisse in den obengenannten Fächern erarbeitet und deren Anwendung sowie praktische Fähigkeiten durch Praktika in physikalischer und fächerübergreifender Chemie erweitert. Zudem werden Grundkenntnisse in Informatik und in einem fachfremden Wahlmodul verlangt.

Im anschliessenden Masterstudium erfolgt eine Spezialisierung durch Wahl von Vertiefungsveranstaltungen. Die Durchführung von Wahlpraktika sowie der Masterarbeit fördert dabei das selbständige wissenschaftliche Arbeiten. Es wird weiter vorausgesetzt, dass entweder das Wahlmodul für das Bachelorstudium in Biologie absolviert wurde oder dass ein vorgegebener Block von Vertiefungsveranstaltungen in Biologie absolviert wird, um der zunehmenden Vernetzung zwischen Biologie und Chemie Rechnung zu tragen.


3.1 Kreditpunkte

Es werden pro Vorlesungs- und Praktikums-Semesterwochenstunde je 1 Kreditpunkt (KP) vergeben, da der Zeitaufwand für Praktika inklusive Vorbereitung, Vertiefung und Übungen total als in etwa gleichwertig angesehen wird.

Das Bachelorstudium erfordert total 180 KP (60 KP 1. Jahr, 60 KP 2. Jahr, 60 KP 3. Jahr). 72 KP entfallen dabei auf Praktika. Das Masterstudium verlangt den Erwerb von mindestens 90 KP, davon mindestens 12 KP durch Vertiefungsveranstaltungen.


3.2 Bachelorstudium

Die Veranstaltungen für das Bachelorstudium sowie deren Kreditpunkte sind nachfolgend zusammengefasst.


Studienplan des Grundstudiums (1. Jahr)

Sem. Vorlesungen/Praktika Semester-Wochenstunden Kreditpunkte
1. Einführung in die Chemie I 6 6
Physik I 4+2 6
Mathematik für Naturwissenschaftler I
oder Mathematische Methoden I
4+2 6
Praktikum in allgemeiner Chemie 12 12
2. Einführung in die Chemie II 6 6
Physik II 4+2 6
Mathematik für Naturwissenschaftler II       
oder Mathematische Methoden II
4+2 6
Praktikum in allgemeiner Chemie 12 12
Total erwerbbare Kreditpunkte 60

Bemerkung: Die Vorlesungen "Mathematische Methoden I/II" sind mathematisch anspruchsvoller als die Vorlesungen "Mathematik für Naturwissenschaftler I/II"; sie können als Grundlage dienen für den Besuch der weiterführenden Lehrveranstaltungen "Mathematische Methoden III/IV", "Einführung in die Statistik" und "Einführung in die Numerik". Der Besuch der Vorlesungen "Mathematische Methoden I/II" wird insbesondere Studierenden mit Interesse an Mathematik und Physikalischer Chemie empfohlen.


Studienplan des Aufbaustudiums (2. und 3. Jahr)

Sem. Vorlesungen/Praktika Semester-Wochenstunden Kreditpunkte
3. Anorganische Chemie I 4 4
Organische Chemie I 4 4
Physikalische Chemie I 4 4
Analytische Chemie I 2 2
Praktikum in Organischer Chemie 15 15
4. Anorganische Chemie II 3 3
Organische Chemie II 3 3
Physikalische Chemie II 4 4
Analytische Chemie II 2 2
Praktikum in Anorganischer Chemie            15 15
               Informatik 4 4
Total erwerbbare Kreditpunkte 60


Sem. Vorlesungen/Praktika Semester-Wochenstunden Kreditpunkte
5. Anorganische Chemie III 2 2
Organische Chemie III 2 2
Physikalische Chemie III 4 4
Analytische Chemie III 1 1
Analytische Chemie IV 1 1
Praktikum in Physikalischer Chemie 15 15
6. Anorganische Chemie IV 2 2
Organische Chemie IV 2 2
Physikalische Chemie IV mit Übungen 2 2
Analytische Chemie V 2 2
Fachübergreifendes Praktikum in Chemie   15 15
               Fachfremdes Wahlmodul 12 12
Total erwerbbare Kreditpunkte 60



3.3 Masterstudium

Die Lehrveranstaltungen für das Masterstudium sowie deren Kreditpunkte sind nachfolgend zusammengefasst.

Veranstaltungen Semester-Wochenstunden Kreditpunkte
Vertiefungsveranstaltungen (VTV) 1-4, je mind. 3 SWS 12 12
2 Wahlpraktika je 10 SWS 20 20
Alternativ 1 Wahlpraktikum von 10 SWS und weitere VTV von total 10 SWS (20) (20)
Masterarbeit (24 Wochen zu 42 h) 48
Mündliche Masterprüfung 10
Total erwerbbare Kreditpunkte 90

Je nach Semester werden verschiedene Vertiefungsveranstaltungen (VTV) angeboten. Während des Masterstudiums sind mindestens vier Vertiefungsveranstaltungen zu je mindestens 3 KP zu besuchen.*  Einzelne VTV werden nicht jährlich angeboten, deshalb ist deren Belegung bereits im Aufbaustudium möglich. Der Unterrichtsausschuss kann auch die Einrichtung und den Besuch von VTV an anderen Hochschulen ermöglichen.

Während des Masterstudiums muss eine Masterarbeit ausgeführt werden, deren Thema und Fachrichtung selbst gewählt werden können.


4 Leistungsüberprüfung

Die Leistungsüberprüfung findet auf verschiedenen Stufen und durch verschiedene Formen der Leistungskontrolle statt. Während des Semesters werden zu Vorlesungen Übungen angeboten, die erfolgreich absolviert werden müssen. In Praktika werden Berichte zu den einzelnen Experimenten oder zur Projektaufgabe verfasst und bewertet. Am Ende des Grundstudiums sowie als Abschluss des Bachelorstudiums wird der Leistungsstand durch Prüfungen bewertet. Lehrveranstaltungen, die nicht Teil dieser Leistungsüberprüfung sind, sowie alle VTV des Masterstudiums werden direkt nach deren Abschluss geprüft. Ausserdem werden eine Benotung der Masterarbeit und eine mündliche Masterprüfung durchgeführt. Einzelheiten regelt die "Ordnung für das Studium der Chemie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel" sowie die "Rahmenordnung für die Bachelor- und Masterstudiengänge an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel".


5 Kreditpunkte und Mobilität

Die Vergabe von KP ermöglicht eine bessere Mobilität an andere Universitäten. Kreditpunkte für Praktika werden nach Erfüllen der Praktikumsanforderungen sowie für bestandene Prüfungen oder Teilprüfungen vergeben (siehe Ordnung für das Studium der Chemie). Die Zulassung zum Studium sowie die Anerkennung von an anderen Universitäten des In- und Auslandes bestandenen Vordiplomprüfungen und/oder erworbenen KP sind in der "Studierenden-Ordnung der Universität Basel" und in der "Rahmenordnung für die Bachelor- und Masterstudiengänge an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel" geregelt. Der Unterrichtsausschuss entscheidet in Zweifelsfällen über die Anerkennung von Kreditpunkten.


6 Information und Betreuung von Studierenden

Das mit der Studienfachberatung beauftragte Mitglied des Lehrkörpers gibt Auskunft über Themen wie Studienaufbau, Studienschwerpunkte, Fächerkombination, Mobilität, Fragen zur Studien- und Prüfungsordnung oder Berufsperspektiven. Darüber hinaus geben Dozierende fachspezifische Auskünfte nach Vereinbarung. Zusätzlich bietet auch die Fachgruppe Chemie (FG Chemie) der Studierenden vielfältige Formen der Unterstützung an.

Eine externe Studienberatung bieten die Studienberatungsstellen der Kantone Basel-Stadt (Münzgasse 16, 4001 Basel) und Basel-Landschaft (Amerikanerstr. 12, 4102 Binningen) an.

Das Departement Chemie unterhält auch eine Homepage (www.chemie.unibas.ch), auf welcher Information über das Departement, das Chemie-Curriculum, die Studienordnung, die Wegleitung zum Chemiestudium, sowie zu Forschung und Lehre abgerufen werden können.


7 Qualitätssicherung

Die Qualität der angebotenen Vorlesungen und Übungen wird durch regelmässig durchgeführte Befragungen der Studierenden evaluiert. Dabei werden sowohl Fragen zum Inhalt, zur Darbietung des Stoffes, aber auch über den Arbeitseinsatz der Studierenden und deren Verarbeitung des Stoffes gestellt. Ausserdem werden vor Prüfungen Informationsstunden abgehalten, um Fragen zum Verständnis des Stoffes abzuklären. Diese erlauben auch, auf weitere der oben genannten Aspekte näher einzugehen.

Bei Problemen und Fragen kann auch jederzeit mit der/dem Vorsitzenden des Unterrichtsausschusses Kontakt aufgenommen werden.


8 Erwerbung des Doktorgrads

Die Voraussetzungen einer Zulassung zur Dissertation sowie das Prüfungsverfahren sind im "Reglement zur Erlangung des Doktorgrads an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel" geregelt.


8.1 Doktorarbeit

Zur Erwerbung des Doktorgrads ist eine Doktorarbeit (Dissertation) über ein Thema der analytischen, anorganischen, organischen oder physikalischen Chemie auszuarbeiten. Dies beansprucht bei vollem Einsatz ca. 6 Semester. Da es sich dabei um eine experimentelle oder theoretische Studie auf einem bisher unerforschten Gebiete handelt, ist ihre Dauer nicht nur vom Fleiss und Geschick, sondern auch etwas von unvorhersehbaren Umständen abhängig.


8.2 Nachmasterstudium

Kandidatinnen und Kandidaten für das Promotionsfach Chemie haben ein Nachmasterstudium zu absolvieren. Es umfasst Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 12 Kreditpunkten. Davon müssen mindesten 8 KP aus Lehrveranstaltungen im Bereich der Naturwissenschaften erworben werden, die an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel gelehrt werden. 4 KP können aus dem nicht naturwissenschaftlichen Bereich erworben werden. Die während des Masterstudiums in Chemie nicht belegten, sowie die besuchten, aber nicht als Teil des Masterstudiums angerechneten Vertiefungsveranstaltungen werden für das Nachmasterstudium anerkannt.

Der Unterrichtsausschuss des Departements Chemie entscheidet, welche Lehrveranstaltungen für das Nachmasterstudium angerechnet werden. Er kann den obenstehenden Bereich erweitern und ist für ein ausreichendes Angebot besorgt. Dieses wird im kommentierten Vorlesungsverzeichnis für das Chemiestudium publiziert.

Die Immatrikulation mit Doktorandenpauschale ist für die Zulassung zum Nachmasterstudium ausreichend.

Die von den einzelnen Lehrveranstaltungen vorgegebenen Anforderungen für den Erwerb der Kreditpunkte gelten auch für das Nachmasterstudium. Für das erfolgreich bestandene Nachmasterstudium wird vom Departement Chemie ein Zertifikat ausgestellt, das sowohl die erworbenen Kreditpunkte als auch die Resultate der entsprechenden Leistungsnachweise enthält.

Doktorierenden ohne Deutschkenntnisse werden die 4 KP aus dem nicht naturwissenschaftlichen Bereich erlassen, wenn sie nachweisen können, dass sie einen Deutschkurs im Umfang von mindestens 4 Semesterwochenstunden erfolgreich besucht haben.


8.3 Doktorexamen

Der Kandidat / die Kandidatin hat die Dissertation der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät zur Genehmigung einzureichen. Hierauf ist wie in §7 der Promotionsordnung spezifiziert eine Prüfung von 60 Minuten Dauer abzulegen. Für Studierende mit einem Masterabschluss in Chemie beschränkt sich die Prüfung auf den Stoff der Dissertation und angrenzender Gebiete.


9. Lehrerausbildung

9.1. Fachstudium Chemie für Lehrkräfte der Sekundarstufe I

Die möglichen Fächerkombinationen für Studierende des Lehramtes sind geregelt in der "Ordnung für die Ausbildung von Lehrkräften der Sekundarstufe I" vom 13.2.1995. Nach dieser Verordnung kann Chemie als "Regelfach" oder als "Fach mit verkürzter Studiendauer (Halbfach)" studiert werden. Letzteres ist nur in Kombination mit den Schulfächern Mathematik, Biologie und Physik möglich.

Chemie als Regelfach umfasst die folgenden Vorlesungen und Praktika:

  • Einführung in die Chemie I (Anorganische und Allgemeine Chemie) (im WS), 6 KP
  • Einführung in die Chemie II (Organische Chemie) (im SS), 6 KP
  • Praktikum in Allgemeiner Chemie mit Kolloquium (im WS und im SS), 2 x 12 KP
  • Experimente im Schulunterricht (alle 2 Jahre im WS und im SS), 2 x 2 KP
Chemie als Halbfach umfasst per April 2002 die folgenden Vorlesungen und Praktika:
  • Allgemeine Chemie für Studierende der Biologie und weiterer naturwissenschaftlicher Fächer (im WS), 6 KP.
  • Einführung in die Chemie II für Studierende der Naturwissenschaften (Organische Chemie) (im SS, mit Übungen), 4 + 2 KP.
  • Anorganisch-chemisches Praktikum für Studierende der Naturwissenschaften (im SS), 8 KP.
  • Experimente im Schulunterricht (siehe oben), 2 x 2 KP

9.2. Ausbildung für Lehrkräfte der Sekundarstufe II (Oberlehramt)

Die fachliche Ausbildung zum Sekundarlehramt II für die Fächer Biologie und Chemie erfolgt durch den Erwerb des Masters in Biologie-Chemie (siehe entsprechende Studienordnung). Der Zugang zu diesem Masterstudium setzt einen Bachelor in Chemie oder Biologie voraus. Das Master-Studium hat einen Umfang von 120 KP und verlangt auf der Chemieseite, dass im Bachelor das Wahlmodul Biologie gewählt wurde. Im jetzigen Zeitpunkt wird diese Information vorbehältlich der Genehmigung durch die Fakultät gegeben.


10 Entscheidung curricularer Fragen

Curriculare Fragen sowie Abänderungen von Wegleitung oder Studienordnung werden auf Antrag oder eigene Initiative vom Unterrichtsausschuss beraten. Studienordnung, Curriculum und Wegleitung werden dem geschäftsleitenden Ausschuss des Departements Chemie und der Departementskonferenz zur Annahme vorgelegt. Die Studienordnung und das Curriculum müssen durch die Fakultät, das Rektorat und den Universitätsrat genehmigt werden. Die Wegleitung muss der Fakultät zur Genehmigung vorgelegt werden.

Von der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel genehmigt am 19. September 2006.




*

Da bei vielen Vertiefungsveranstaltungen (VTV) auch eine geringere Anzahl an Kreditpunkten erworben werden kann, möchte der Unterrichtsausschuss Chemie diese Passage bei der anstehenden Überarbeitung der Wegleitung streichen. Bis auf Weiteres werden daher auch Vertiefungsveranstaltungen mit abweichender Kreditpunktzahl für das Masterstudium angerechnet.